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Scrum-Team

Agiles Arbeiten

Agiles Arbeiten

Agile Transformation

Die Anwendung von agilen Arbeitsmethoden ist ein Trend, der viele Unternehmen derzeit beschäftigt. Räumlich verteilte Teams, Matrix-Projektorganisationen, langwierige und umständliche Abstimmungsprozesse, Genehmigungsverfahren sowie Hierarchiepyramiden haben dazu beigetragen, dass in vielen “gewachsenen” Organisationen die Entscheidungsfindung und Innovationsfreude als zu träge eingestuft wird. Ferner hat auch der einzelne Mensch im Unternehmen gesteigerte Anforderungen an die Art der Zusammenarbeit, z.B. autonomes Arbeiten oder Sinnerfüllung. Das Zusammentreffen von verschiedenen Generationen am Arbeitsplatz stellt hierbei eine große Herausforderung für Unternehmen dar. Die Verfügbarkeit von Cloud-Infrastruktur und Offshore-Entwicklungskapazitäten ermöglichen heute auch kleinen Start-Ups am Markt aufzutreten und etablierten Unternehmen Konkurrenz zu bereiten. Agile Ansätze versprechen Antworten auf die vielfältigen veränderten Rahmenbedingungen der unternehmerischen Tätigkeit.

Mythen zu agilen Arbeitsweisen

Agilität beschleunigt die Time-To-Market!

Richtig! Kerngedanke bei fast allen agilen Methoden ist die frühestmögliche Auslieferung von benutzbarer Funktionalität für den Anwender.

Agil = jeder kann machen was er will!

Falsch! Alle agilen Methoden, insbesondere Scrum, setzen einen starken Willen zur Disziplin voraus. Häufig ist es aber so, dass die Einführung nicht immer leicht umzusetzen ist, da die damit verbundenen Veränderungen nicht von allen Beteiligten uneingeschränkt willkommen geheißen werden.

Es ist weniger Dokumentation notwendig als bei klassischem Anforderungsmanagement!

Richtig! Im Extremfall reicht es nur eine Haftnotiz als Merker für die Anforderung zu haben, da die Planungszeiträume sehr kurz sind. Wenn alle Beteiligten heute über die Anforderung sprechen, die morgen umgesetzt wird, muss auch weniger aufgeschrieben werden. Häufig ist es aber so, dass der Austausch über die Anforderungen viel intensiver ist und die Spezifikation damit besser wird.

Es ist keine Planung notwendig!

Falsch! Die erfolgreiche Durchführung eines agilen Projekts erfordert eine gewissenhafte Vorbereitung. Marktrecherche, Produktvision, Stakeholdermanagement, Anforderungsmanagement, Ressourcenplanung, … Der wesentliche Unterschied liegt dann bei der Umsetzung darin, dass nicht alle Schritte und Aktivitäten im Detail vorausgeplant werden. Der Vorteil der agilen Methode ist ja eben die Flexibiltät auf geänderte Bedingungen und Wünsche eingehen zu können.

Agiles Arbeiten spart Kosten!

Jein! Die Effizienzsteigerungsbestrebung und Arbeitsteilung hat in vielen Unternehmen zwar Kosten eingespart, aber zu chronischen Überlastungserscheinungen geführt. Dezentralisierung und die Bildung von fokussierten Produktteams führt zunächst zu gesteigertem Personal- und Know How-Bedarf. Mit dem fortschreitenden Umbau der Organisation und dem Abbau von Hindernissen werden die Teams immer effektiver, sodass sich mittel- bis langfristig ein positiver Effekt ergibt, mal ganz abgesehen vom gestiegenen Nutzen für Kunden und Benutzer.

Unser Ansatz

Wir verstehen agile Methoden als Werkzeugkasten, der situationsspezifisch Anwendung findet. Insbesondere zu Beginn eines agilen Vorhabens sollte die gewählten Methoden nicht zu stark an die bestehenden Abläufe der eigenen Organisation angepasst werden. Die möglicherweise auftretenden “Schmerzen” bei der Einführung sind Teil des Prozesses und Zeichen der eintretenden Veränderung. Nur so sind die gewünschten Verbesserungen auch langfristig zu erzielen. Die Kombination von verschiedenen Methoden ist dadurch aber nicht ausgeschlossen und durchaus üblich. Mit steigendem Reifengrad der Umsetzung und der Teams sind dann auch Anpassungen der Methode möglich.

Unsere Methoden und Frameworks

  • Scrum – ein Framework zur Organisation von Teams, um komplexe Produkte zu entwickeln
  • Kanban – eine Methode zur Optimierung von Prozessabläufen
  • DevOps – ein Ansatz zur besseren Abstimmung zwischen IT-Entwicklung und -Betrieb
  • Lean Management – ein schlanker Managementansatz, um Verschwendung zu reduzieren
  • Design Thinking – eine Toolbox von Kreativitätstechniken zur Unterstützung der Produktentwicklung
  • Management 3.0 – ein Sammlung von “Workouts” zur Förderung von Motivation, Delegation und Selbstorganisation
  • OKR – ein koordinierter und kooperativer Zielvereinbarungsmechanismus
  • Skalierungs-Frameworks – z.B. SAFe, LeSS, Nexus oder Scrum@Scale zur Organisation und Abstimmung mehrerer Teams
  • Kombinationsformen – z.B. Scrumban, die Vorteile mehrerer Ansätze vereinen

Agiles Arbeiten ist durch eine veränderte Einstellung geprägt

Culture is Key

Die Orientierung an agilen Grundwerten hilft bei der täglichen Entscheidungsfindung. Methoden und Frameworks sind nur Mittel zum Zweck, um die Grundwerte in die Praxis zu überführen. Immens wichtig ist das Vorleben der Werte auf allen Hierarchieebenen um “Sollbruchstellen” zu vermeiden. Es zählt das Vertrauensprinzip, das jeder Einzelne das Beste gibt.

Fokussierung auf Outcome und nicht Output

Wo immer möglich gilt es auf Unnötiges zu Verzichten. Daher sollte stetig hinterfragt werden warum und für wen eine bestimmte Aufgabe wichtig ist. Die Wertmaximierung für den Kunden und Nutzer steht im Vordergrund und nicht das Bedienen von internen Prozessen. Fokussierte und selbstorganisierte Teams stehen im Mittelpunkt der Wertschöpfung. Leadership-Rollen kümmern sich vor allem um die strategische Ausrichtung und helfen Teams die gesteckten Ziele zu erreichen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Lernende Organisation und stetige Verbesserung

Regelmäßiges Reflektieren über das Geschehene und Anpassungen gehören zur DNA einer lernenden Organisation. Die konsequente Umsetzung von Veränderungen erfordert aber Disziplin. “Wenn sich etwas verändern soll, muss sich etwas ändern”, heißt hier die Devise. Um Innovationen hervorbringen zu können, müssen Experimente gefördert und Fehler als Quelle des Lernprozesses akzeptiert werden. Erfahrungsgemäß zahlt es sich aus, die Veränderungsprozesse durch einen erfahrenen Mentor und Coach zu begleiten.

Prosma Blog

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