DER GROßE OKR-TOOLVERGLEICH

OKRs sollen uns helfen, fokussiert und selbstorganisiert an den richtigen Zielen zu arbeiten. Dazu braucht man zunächst ein Verständnis der OKR-Philosophie. Dann braucht man das geeignete Tool, um die OKR-Struktur im Unternehmen zu implementieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, OKRs über simple Anwendungen wie Excel, Miro oder sogar Post-its einzuführen.

An dieser Stelle widmen wir uns jedoch den digitalen Tools. In unserer Analyse geht es nicht hauptsächlich darum, welches Tool die meisten Features anbietet. Vielmehr Gehtb es darum, wo man als Organisation am besten aufgehoben ist. Daher ist es hilfreich, sich zunächst die Frage zu stellen, von welchem Ausgangspunkt man in OKRs einsteigt.

Haben die meisten Mitarbeiter:innen bereits ein gutes Verständnis von OKRs oder soll das Tool den User aktiv dabei unterstützen, die Methode zu erlernen? Je nach Vorwissen gibt es Tools, die mehr oder weniger Unterstützung durch ihre Funktionen und ihren Umfang bieten.

VORGEHENSWEISE

Um die Tools zu prüfen, haben wir in jeder Software den gleichen Use Case für das kommende Quartal angelegt. Der erste Schritt war, ein OKR auf Unternehmensebene festzulegen. Dieses OKR wurde wiederum auf Teamebene und zum Teil auch auf die individuelle Ebene heruntergebrochen.

Dafür war zunächst die Auseinandersetzung mit der Unternehmensvision sowie der Unternehmensmission notwendig. Diesen Use Case legten wir anschließend in sechs verschiedenen Tools an: Mooncamp, Perdoo, Profit, Leapsome, Asana und Upraise.

Zunächst wollen wir diesen Artikel nutzen, um auf Basis unserer OKR-Erfahrungen eine Empfehlung auszusprechen. Im nächsten Schritt werden die für uns relevanten Bewertungskriterien betrachtet. Diese Kriterien dienen uns dann im Hauptteil dazu jedes Tool genau auf diese zu untersuchen.

Du möchtest das Ganze abkürzen und lieber direkt eine Empfehlung für das passende OKR-Tool für dich und dein Unternehmen? Kein Problem, melde dich einfach unter info@prosma.de oder +49 6021 90 17 980. Wir beraten dich gern und helfen auch bei der Implementierung des Tools.

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ÜBERBLICK: UNSERE FAVORITEN

Diese drei OKR-Tools sind im Test zu unseren Favoriten geworden

Mooncamp

Mooncamp zielt auf die OKR-Erfahrenen unter uns. Für die OKR-Erfahrenen ist es die geeignete Plattform mit innovativer Übersichtskarte. Es ist sehr flexibel, bietet viele Freiheiten und kann daher hinsichtlich sämtlicher Konzepte angepasst werden.

In unseren Augen ist es schon zu flexibel. Es ist so vielfältig, dass die User auch Konstellationen anlegen können, die nicht mehr viel mit dem Konzept von OKRs zu tun haben. Außerdem ist uns das Tool zu zahlengetrieben. Die qualitative Beurteilung von OKR-Sets am Ende eines Zyklus kommt uns hier zu kurz.

Für alle, die fit in OKRs sind, sollte die Komplexität jedoch kein Problem darstellen. Jene Teams, die eigenständig in der Lage dazu sind, es richtig zu verwenden, sollten sich für Mooncamp entscheiden.

Mooncamp bietet viele Möglichkeiten und ist optisch übersichtlich und ansprechend.

Perdoo

Als OKR-fokussiertes Tool lässt Perdoo weniger Abweichungen vom OKR-Konzept zu. Sehr hilfreich sind dabei Hinweise und Vorlagen, um OKRs auch inhaltlich korrekt anzulegen. Das führt auch dazu, dass die Check-in-Funktionen sinnvoll zu nutzen sind.

Wir sprechen hier insbesondere für Neulinge und mittelgroße Unternehmen eine Empfehlung aus. Perdoo ist ein einfaches aber effektives OKR-Tool.

Besonders gefällt uns an Perdoo, dass man kaum eine andere Wahl hat, als das OKR-Konzept korrekt anzuwenden. Fehler werden vom System sofort erkannt.

Die Roadmap überzeugt uns ebenfalls. Hier können wichtige OKR-Bestandteile wie ein Ultimate Goal oder strategische Säulen hinzugefügt werden. Das Ultimate Goal  muss sogar festgelegt werden, um weitere Ziele in der Übersicht zu verknüpfen – vorbildlich.

Einen Minuspunkt gibt es für den vergleichsweise hohen Preis, der mit steigender Zahl an Mitarbeitenden aber erfreulicherweise fällt.

Upraise

Upraise ist ein Plugin auf Basis von Jira (Atlassian). Es ist die ideale Lösung für alle, die Jira bereits in ihren Arbeitsalltag integriert haben.

Besonders überzeugend ist die Bewertungsfunktion, die Upraise im Vergleich zu anderen Tools abhebt. Was wir bei Mooncamp vermisst haben, ist bei Upraise eine eigenständige Funktion. Um die eigene Arbeit besser zu analysieren und zukünftige Ziele besser planen zu können, dient diese Funktion dem Abschluss und der Bewertung von OKRs – extrem hilfreich!

SO HABEN WIR DIE OKR-TOOLS BEWERTET

Auf der Suche nach dem richtigen Tool für die “digitale Heimat” wurden verschiedene Tools anhand folgender Kriterien auf ihre OKR-Eignung geprüft.

Visuelle Faktoren (10)

  • Wie ist der erste optische Eindruck der Visualisierung, insbesondere der Gesamtübersicht & Navigation?

Usability (10)

  • Wie ist die Handhabung im Allgemeinen? Wie wird man durch das Tool geführt?

OKR-unterstützende Funktionen (40)

  • Was passiert mit meinen OKRs nach dem Zyklus/Quartal? Können OKRs über mehrere Zyklen hinweg verfolgt werden?
  • Inwiefern wird man dahin geführt, OKRs richtig anzulegen? Gibt es unterstützende Hinweise?
  • Ist es möglich, einzelne Key Results zu gewichten?
  • Review: Können OKRs nach Abschluss hinterfragt werden?
  • Wie sind die Rollenkonzepte aufgebaut?
  • Werden Check-ins durchgeführt? Gibt es Reminder?

Flexibilität & Fortschritt (20)

  • Inwiefern können Funktionen benutzerdefiniert angepasst werden?
  • Wie transparent sind die Vorgänge?
  • Wie wird der Fortschritt gemessen?

Hilfreiche Zusatzfunktionen (10)

  • Ist eine Integration in Slack, Jira, Microsoft Teams, Google Sheets vorgesehen?
  • Ist eine mobile Version vorhanden?
  • Gibt es auch eine installierbare Version oder nur die webbasierte Version?

Kostenpunkt (10)

  • Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis?

DIE OKR-TOOLS

Diese drei OKR-Tools sind im Test zu unseren Favoriten geworden

Im Folgenden erläutern wir sechs Tools im Hinblick auf die oben aufgeführten Faktoren.

Mooncamp – ein OKR-Tool mit viel Freiraum und guter Usability

OPTIK & USABILITY

Mooncamp bietet ein übersichtliches und leicht bedienbares OKR-Tool. Über die Navigation lässt sich schnell ein Überblick über die eigenen Ziele sowie die einzelnen Abteilungsziele schaffen. Das gilt auch für die gesamten Unternehmensziele.

Für den schnellen Zugriff, z. B. auf das eigene Team, können Favoriten festgelegt werden. Über die Kategorie Tools lassen sich Dashboard und Check-ins erreichen. Optisch einfach und übersichtlich.

OKRS

Für Ziele, die neu angelegt werden, lassen sich zahlreiche Eigenschaften festlegen. Diese kann man in den Einstellungen bearbeiten und bei Bedarf individuelle Komponenten (z. B. Priorität, Confidence Level etc.) hinzufügen.

Für Objectives gibt es vier verschiedene Messarten, die bereits vorgegeben sind. Vorteilhaft ist, dass man das Objective auch ohne Messart festlegen kann, sodass der qualitative Charakter erhalten bleibt.

Außerdem besteht die Möglichkeit, von vornherein mehrere Zyklen für ein Objective festzulegen. Das ist einerseits von Vorteil, da Objectives weitergeführt werden können. Andererseits muss dann bewusst darauf geachtet werden, jedes relevante Objective nach jedem relevanten Zyklus zu bewerten. Auch müssen nach jedem relevanten Zyklus die Gründe für eine mögliche Weiterführung definiert werden.

Jeder in Mooncamp erstellten Aufgabe kann eine untergeordnete Aufgabe zugewiesen werden. So lassen sich die OKRs einfach auf Teamebene und weiter herunterbrechen.

Besonders gefällt uns hier, dass man seine Objectives auch von Key Results ableiten kann.

Genau diese Struktur ist unserer Meinung nach erstrebenswert: Jede/r Mitarbeitende kann seine/ihre individuellen Objectives, oder auch Teamobjectives, von den Key Results der Company ableiten. Zu beachten ist dabei nur, dass Unteraufgaben immer automatisch als Key Result erstellt werden. Diese müssen gegebenenfalls angepasst werden.

Die Messart der Key Results kann ebenfalls individuell angepasst werden. Gewichtungen für Key Results können nur in der Enterprise-Version vorgenommen werden.

Möchte man eine Übersicht über die OKRs erhalten, gibt es unterschiedliche Optionen.

  • Für individuelle oder Teamziele:
    • eine Listen-Ansicht oder
    • Kaskaden-Ansicht, sowie
  • für die Visualisierung der Gesamtstruktur.
    • eine Netzwerkansicht.

Hier können benutzerdefinierte Ansichten festgelegt werden. Interessiert man sich nur für bestimmte Eigenschaften, können dafür individuelle Ansichten erstellt und gespeichert werden. Ein weiterer Pluspunkt: In der Kaskadenansicht lässt sich der aktuelle Stand mit dem vor einer Woche oder einem Monat vergleichen.

Über die Netzwerk-Ansicht werden die Zusammenhänge visuell dargestellt. Das kann bei einer Vielzahl von Teams und OKRs allerdings schnell  unübersichtlich werden.

FORTSCHRITT & FLEXIBILITÄT

Das gesamte OKR-Geschehen kann über den Feed verfolgt werden. In den Einstellungen können E-Mail-Benachrichtigungen für Check-ins, Updates und Erwähnungen aktiviert werden. Vorlagen für Check-ins oder tägliche Erinnerungen lassen sich über die Check-in-Funktion anlegen. So fällt es leicht, die Woche Revue passieren zu lassen und den Fokus für die kommende Woche festzulegen.

Den Review kann man zusätzlich mit neuen und vergangenen Updates zu OKRs verknüpfen. Check-in-Reminder können optional an die E-Mail-Adresse gesendet werden.

Leider gibt es keine spezifische Funktion zur Beurteilung der eigenen OKRs nach Abschluss. Alternativ kann man allerdings ein finales Update machen, indem man die OKRs reflektiert und abschließt. Hat man ein Ziel nicht erreicht und möchte es dennoch weiterführen, lässt es sich duplizieren und in den nächsten Zyklus übertragen.

Über das Dashboard erhält man eine Übersicht der Zielfortschritte. Hier kann man sich den Gesamtfortschritt, den Fortschritt eines Teams oder auch einzelner Mitarbeiter:innen ansehen. Außerdem werden gefährdete Ziele, Ziele ohne Updates und Ziele ohne Ausrichtung angezeigt.

INTEGRATION

Slack
Microsoft Teams
Jira
Mobile Version/
Webbasiert/installiert☁️

KOSTEN

Für 5€/pro Person im Monat wird die Business-Version für beliebig viele Mitarbeiter:innen angeboten.

FAZIT

Mooncamp ist ein übersichtliches und flexibles Tool, das viele Freiräume lässt und durch seine gute Usability überzeugt. Es besteht die Möglichkeit, jede erdenkliche Eigenschaft anzulegen und benutzerdefiniert anzupassen. Dadurch hat der User viele Freiheiten. OKR-Anfänger könnten hier Gefahr laufen, die “OKR-Regeln” nicht einzuhalten.

Mooncamp empfiehlt sich also für OKR-Erfahrene. Für Neulinge ist zusätzlich noch ein OKR-Coaching empfehlenswert.

Ein OKR-spezifisches Tool für Neulinge: Perdoo

OPTIK & USABILITY

Perdoo ist ein leicht bedienbares OKR-Tool.

Über die Navigation können

  • Abteilungsziele,
  • persönliche Ziele und
  • Gesamtziele

aufgerufen werden.

Die Übersicht ermöglicht, aktuelle aber auch abgeschlossene Ziele und Entwürfe anzusehen. Über die Explore-Funktion wird die schnelle Suche nach einem beliebigen OKR vereinfacht. Weiterhin lässt sich von der Navigation aus auf den Performance- und Engagement Report sowie auf die Roadmap zugreifen.

OKRS

Beim Anlegen der Ziele bietet Perdoo viel Support durch Beispiele, Hinweise und Handlungsempfehlungen (z. B. Objectives nicht zu lang zu formulieren, Metriken nur in KRs zu verwenden, etc.).

Jedes Objective muss einem Owner (Company oder Team) sowie einem Lead zugewiesen werden. Außerdem wird hier die Funktion des Objectives festgelegt:

  • Die Unterstützung eines anderen Objectives (z.B. Teamobjective unterstützt Companyobjective),
  • die Verbesserung von Kennzahlen oder
  • die Unterstützung einer Unternehmensstrategie.

Optional gibt es die Möglichkeit, weitere einflussnehmende Mitarbeiter:innen hinzuzufügen. In Perdoo werden alle Key Results gleich gewichtet. Optional kann zusätzlich zum Quartal ein Datum festgelegt werden, zu dem das Key Result erreicht werden soll. Die Roadmap bietet eine gute Übersicht über die einzelnen Ebenen. Sie zeigt jedoch nur Objectives und nicht die zugehörigen Key Results an.

FORTSCHRITT & FLEXIBILITÄT

Betrachtet man die einzelnen OKRs, erhält man eine Übersicht über

  • den Gesamtfortschritt,
  • den Fortschritt der einzelnen Key Results und
  • eine Liste an verbundenen Objectives sowie
  • die dazugehörigen Informationen.

Außerdem können hier Updates durchgeführt und eingesehen werden. Auf der persönlichen Startseite erhält man Informationen über den eigenen sowie den Gesamtfortschritt.

Darüber hinaus wird an bevorstehende Check-ins oder Aufgaben erinnert. Über die Check-in-Erinnerung auf der Startseite kann man einfach und schnell alle OKRs aktualisieren und kommentieren. Für Check-ins und wöchentliche Berichte lässt sich auch eine E-Mail-Benachrichtigung einrichten.

Wird ein OKR gelöscht oder beendet, kann man es optional reflektieren. Die Vorlage lässt sich in den Einstellungen beliebig anpassen.

Will man ein OKR im nächsten Quartal weiterführen, muss man den Zeitraum im Voraus verlängern. Möchte man diesen Weg nicht gehen, kann das OKR dupliziert werden. Dann werden bisherige Fortschritte aber nicht übernommen.

Der Performance Report verschafft einen Überblick über den aktuellen Fortschritt. Hier kann man auch auf andere Zyklen zugreifen. Mit dem Engagement Report ist einsehbar, wie viele Key Results up to date sind, wann User sich eingeloggt haben oder welche Teams keine OKRs festgelegt haben.

INTEGRATION

Slack
Microsoft Teams????
Jira
Mobile Version????
Webbasiert/installiert☁️

KOSTEN

Es gibt eine kostenlose Version für bis zu 10 Personen. Unter 100 Personen kostet die Premium Version 8€/pro Person im Monat, ab 100 Personen 6,40€/pro Person.

FAZIT

Ein prima Tool auch für alle, die keine OKR-Experten sind.

Perdoo überzeugt durch die gute Führung beim Erstellen von Zielen und Reviews sowie den dazugehörigen anpassbaren Vorlagen. Zu den verschiedenen Funktionen gibt es Tutorials in Form von Videos oder einen Link zum passenden Eintrag im Guide. Wer ein OKR-spezifisches Tool sucht und auf dem Gebiet noch neu ist, ist hier gut aufgehoben.

Ein transparentes und Feedback-orientiertes OKR-Tool: Leapsome

OPTIK & USABILITY

Leapsome setzt mit einem Feedback-orientierten OKR-Tool auf verbesserte Kommunikation und Produktivität.

Über die Navigation gelangt man zu den Menüpunkten Meetings und Feedback, die die wichtigsten Säulen des Tools bilden. Hier können alle Meetings eingesehen und erstellt werden. Die Instant Feedback-Funktion unterstützt Austausch und Kommunikation. Ziele sind in die unterschiedlichen Ebenen:

  • Company,
  • Team,
  • Individual

aufgeteilt. Über diese Ebenen kann man sich jeweils eine Liste, eine Analyse, einen Zielbaum und Neuigkeiten anzeigen lassen. Die Analyse bietet einen Einblick in den aktuellen Fortschritt. Mit dem Zielbaum lässt sich der Aufbau der OKRs nachvollziehen. Auch hier werden nur Objectives angezeigt.

OKRS

Die OKRs lassen sich durch gute Hilfestellungen in Form von Hinweisen einfach und schnell anlegen. Mit den Zielen können optional auch persönliche Kompetenzen verknüpft werden. Mit Symbolen kann man Ziele in der Liste optisch unterschieden. Leapsome unterscheidet zwischen Key Results und dynamischer Fortschrittsberechnung. Wählt man die dynamische Fortschrittsberechnung, zahlen untergeordnete bzw. verknüpfte Ziele prozentual auf das übergeordnete Ziel ein. Wählt man Key Results, können diese auch gewichtet werden. Allerdings zahlt das Key Result direkt auf die Gesamtwertung ein und kann nicht auf ein bestimmtes Objective einzahlen. Am Ende des Quartals können Ziele automatisch archiviert, dupliziert oder angepasst werden.

FORTSCHRITT & FLEXIBILITÄT

Über den Menüpunkt Neuigkeiten finden sich alle zuletzt aktualisierten Ziele. Der Punkt Analyse zeigt hingegen Zielfortschritte an. Reviews und Umfragen können an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Die Integration und Reflexion der Ziele ist ebenfalls ind en Reviews angesiedelt.

Außerdem verfügt Leapsome über eine Instant Feedback-Funktion. Hier kann strukturiertes Feedback orientiert an Team- oder Unternehmenskompetenzen oder ein kurzes Lob abgegeben werden. Optional besteht die Möglichkeit wöchentliche Zusammenfassungen zu den Zielen per E-Mail oder Slack zu verschicken. Regelmäßige Check-ins oder Reviews am Quartalsende lassen sich anhand von Umfragen anlegen und integrieren. Dabei können auch Teams oder Teamleiter eingebunden werden.

INTEGRATION

Slack
Microsoft Teams
Jira
Mobile Version/
Webbasiert/installiert☁️

KOSTEN

Ab 6€ pro Mitarbeiter:in im Monat.

FAZIT

Leapsome ist ein hilfreiches Tool, insbesondere wenn man im Zuge der OKR-Einführung auch Leistungsbeurteilungen und Kompetenzprofile zur Verfügung haben möchte. Leapsome zeichnet sich als besonders transparentes und Feedback-orientiertes Tool aus.

Leapsome empfiehlt sich für Unternehmen, die eine kontinuierliche Verbesserung der internen Kommunikation etablieren möchten.

Vor allem für größere Unternehmen geeignet: Profit

OPTIK & USABILITY

Profit fällt insbesondere durch die zahlreichen Funktionen auf. In Profit ist nahezu jede Einstellung individuell anpassbar. Das setzt etwas Arbeit voraus, was für OKR-Anfänger zunächst erdrückend sein kann. Doch nach einer kurzen Orientierungsphase findet man sich auch hier gut zurecht. Das Navigationsmenü besteht aus sechs Reitern, die zahlreiche Unterpunkte haben. Das Menü kann in den Einstellungen benutzerdefiniert angepasst werden. Die Menüpunkte lassen sich entfernen und hinzufügen.

OKRS

Ziele lassen sich über den Step by Step Guide oder mit der Quick Create-Funktion erstellen. Der Step by Step Guide ist gerade am Anfang eine hilfreiche Unterstützung. So ist das korrekte Anlegen von OKRs und Zielausrichtungen gewährleistet. Hierfür gibt es auch Beispiele und Vorlagen.

Später können mit der Quick Create-Funktion anhand von wenigen Klicks OKRs erstellt werden. In den Einstellungen lässt sich festlegen, welche Möglichkeiten User haben, ihre Struktur aufzubauen.

Wird ein Key Result einem Team oder einer Person zugewiesen, kann es sowohl als Key Result, Objective oder Sub Key Result zugeordnet werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, zusätzlich zur Zielausrichtung Abhängigkeiten zwischen OKRs festzulegen.

Die Key Results können mit einem persönlichen Task Board verknüpft werden. Beim Anlegen von Key Results gibt es zahlreiche Vorlagen für Messarten. Auch hier können benutzerdefinierte Arten ergänzt werden. Key Results lassen sich in Relation zum Gesamtfortschritt gewichten. Eine andere Bezugsetzung ist dabei nicht möglich.

Die Übersicht über zusammenhängende und abhängige OKRs ist nicht ideal. Hier fehlt eine übersichtliche Darstellung, z. B. in Form einer Roadmap.

FORTSCHRITT & FLEXIBILITÄT

Der Check-in-Turnus kann für jedes Key Result schon beim Anlegen bestimmt werden. Ein Reminder erinnert an die Einhaltung der Check-ins. Profit hat eine schöne Lösung für den Review gefunden. Am Ende des Quartals, bzw. nach Abschluss des OKRs, kann ein (benutzerdefiniertes) reflect & reset eingebaut werden. In diesem Rahmen kann die Arbeit mit den OKRs anhand von vorher festgelegten Fragen reflektiert werden. Auch hier sind Vorlagen hinterlegt. OKRs Am Ende des Quartals haben die User drei Optionen. Ihr könnt die OKRs entweder

  • in den Backlog verschieben,
  • anpassen und fortsetzen oder
  • unverändert verlängern.

INTEGRATION

Slack
Microsoft Teams
Jira
Mobile Version????
Webbasiert/installiert☁️????

KOSTEN

Die Kosten für Profit belaufen sich auf 7$ pro Person/Monat bei jährlicher Rechnungsstellung.

FAZIT

Profit ist gerade für größere Unternehmen ein geeignetes Tool.

Da Profit zahlreiche Funktionen bereithält, insbesondere zur Leistungs- und Kennzahlenmessung, ist es vor allem für große Unternehmen relevant. Für den Einstieg mit OKRs stellen die vielen benutzerdefinierten Einstellungen zunächst eine Herausforderung dar. Hat man sich zurechtgefunden und alle Einstellungen vorgenommen, lässt Profit sich auch über OKRs hinaus gut ins Business einbinden. Sucht man ein umfassendes Tool, findet Profit für verschiedenste Szenarien Anwendung. Insbesondere bei einer höheren Zahl an Mitarbeitenden. Zunächst wird man von der Komplexität überwältigt. Ist man aber gewillt etwas Zeit in die benutzerdefinierten Einstellungen und Anpassungen zu investieren, lohnt es sich. Hinsichtlich der OKRs wird man in jedem Fall sehr gut geführt. Wer  Zahlenlastigkeit nicht scheut und komplexe Überblick-Funktionen benötigt, ist bei Profit perfekt aufgehoben. 

Asana: Das Projektmanagement-Tool kann auch OKRs

OPTIK & USABILITY

Asana ist ein vielseitiges Projektmanagement-Tool mit ansprechendem Design. Über die übersichtliche Navigation gelangt man zu

  • den eigenen Aufgaben (die sich als Liste oder Kalender darstellen lassen),
  • zur Inbox (die eine Übersicht der anstehenden und zugewiesenen Aufgaben gibt),
  • zur Suchfunktion (mit der man schnell einzelne Aufgaben suchen kann), sowie
  • zu Berichten,
  • Zielen und
  • Portfolios.

Die Teams und Projekte lassen sich ebenfalls über das Hauptmenü erreichen. Mehrere Projekte können in einem Portfolio organisiert werden. Innerhalb von Projekten lassen sich Aufgaben mit einem Taskboard organisieren.

OKRS

Asana empfiehlt OKRs über die Zielefunktion anzulegen. Der Vorgang ist einfach und selbsterklärend. Allerdings gibt es hier keinerlei Hinweise auf die OKR-Regeln. Wer unerfahren ist, braucht hier möglicherweise noch etwas Support.

Verwendet man die Projektvorlage für OKRs, lassen sich die Ziele mit einem Projekt verknüpfen. Die Vorlage ist nicht ideal. Die Objectives werden als objektive, messbare Ziele festgelegt. Das widerspricht der OKR-Philosophie. Auch die Definition der Key Results als quantitative Kennzahlen in Asana widerspricht den OKR-Grundsätzen. Die Vorlage bei Asana ist insgesamt zu zahlenlastig.

Ziele werden als Team- oder Unternehmensziele festgelegt. Zusätzlich kann man eine verantwortliche Person sowie mehrere Personen festlegen, die auf das Ziel einzahlen.

Asana sieht keine individuellen OKRs vor und empfiehlt hierfür die Verwendung von Meilensteinen. Leider lassen sich für Meilensteine aber keine Zyklen festlegen. Daher muss der Zeitraum für Meilensteine immer wieder neu bestimmt werden.

Es kann angeben werden, inwiefern ein Ziel einen Beitrag zur Unternehmensmission leistet. Das ist hilfreich. Auf diesem Weg kann man seine Ziele nochmals reflektieren. Asana bietet keine Funktion zur Gewichtung von Zielen an. Leider gibt es keine Roadmap oder dergleichen, die Listenansicht kann etwas übersichtlich erscheinen.

FORTSCHRITT & FLEXIBILITÄT

Erinnerungen an Ziel-Updates müssen als wiederkehrende Aufgabe angelegt werden. Am Ende eines OKR-Zeitraums lässt sich dann ein finales Update machen, um einen Review über das OKR zu erstellen. Es gibt die Möglichkeit, sich tägliche Zusammenfassungen, Aktivitäten-Updates und wöchentliche Berichte per E-Mail zukommen zu lassen. Mitarbeiter:innen können Ziele kommentieren. Alle mit diesem Ziel verknüpften Personen werden dann automatisch über die Kommentare  informiert. Fortschritte lassen sich sehr anschaulich über verschiedene Vorlagen darstellen.

Für Ziele können alle Eigenschaften angepasst, sowie individuelle Eigenschaften erstellt werden. Durch die Vielseitigkeit und Flexibilität lässt sich Asana für alle Arten von Zielen verwenden und ist nicht fest auf die OKR-Struktur festgelegt. Dies kann dazu führen, dass der OKR-Gedanke verloren geht.

INTEGRATION

Slack
Microsoft Teams
Jira
Mobile Version????
Webbasiert/installiert☁️????

KOSTEN

Eine eingeschränkte Version ist bis zu 15 Personen kostenlos nutzbar. Ab 10,99€ lässt sich die Business-, Premium- oder Enterprise-Version erwerben.

FAZIT

Auch ein Projektmanagement-Tool kann OKR: mit dem OKR-Playbook 

Asana bietet als bekanntes Projektmanagement-Tool eine breite Vielfalt an Funktionalitäten. Möchte man sich auf OKRs fokussieren, ist die ein oder andere Schulung notwendig, um effektiv mit Asana zu arbeiten. Hierzu wird auf Anfrage ein hilfreiches OKR-Playbook angeboten. Im Vergleich zu anderen Tools ist Asana etwas hochpreisiger, zumal die wirklich wichtigen Funktionen erst ab der Premium-Version nutzbar sind. Verglichen mit vielen eher cleanen Tools stellt Asana auch optisch einen sehr ansprechenden Arbeitsbereich dar. Wünscht man sich einen umfassenden Taskmanager zur Koordination von größeren Projekten, ist Asana die richtige Lösung. Mit einem umfangreichen Tool wie Asana muss einmal mehr darauf geachtet werden, dass genügend Zeit in Schulungen für Mitarbeitende investiert wird. Wer es sich etwas einfacher wünscht, sollte hier auf ein OKR-spezifisches Tool zurückgreifen.

Das perfekte OKR-Tool für alle Jira-Nutzer:innen: Upraise

OPTIK & USABILITY

Upraise punktet insbesondere durch die Jira-Integration. Wer Jira bereits nutzt, hat mit Upraise als Add-on eine ideale Lösung gefunden, um seinen Arbeitsbereich in einer OKR-Software zu implementieren. Die Benutzeroberfläche erlaubt einen einfachen Zugriff auf OKRs, Feedback, Berichte und Dashboard. Optisch ist Upraise nicht aufregend, aber übersichtlich und einfach zu verstehen.

OKRS

Die Zielerstellung mit Upraise gestaltet sich unkompliziert. Die Auswahl der Ebene, des Zyklus, des Owners sowie ein Start- und Enddatum müssen festgelegt werden. Optional können Beschreibung, Gewichtung und Etiketten hinzugefügt oder Verknüpfungen hergestellt werden. Schlüsselergebnisse können als Metrik, To-do oder auf Basis von Jira-Vorgängen angelegt werden.

Uns wäre es wichtig gewesen, dass Mitarbeiter:innen ihre individuellen oder auch Teamobjectives von Key Results der Companyobjectives ableiten können. Dies scheitert aber an der Struktur von Upraise. Es lassen sich nur Objectives untereinander verknüpfen. Man kann also nicht mit seinem individuellen Objective auf ein Company Key Result einzahlen.

Beim Anlegen der Ziele bietet Upraise keine besonderen Hilfestellungen in Bezug auf OKRs. Jira-Vorgänge können entweder als Key Result oder als To-do unterhalb von Key Results verknüpft werden.

Es müssen nicht alle Jira-Vorgänge mit OKRs verknüpft werden. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass die Jira-Vorgänge sich nicht mit den OKRs überschneiden. Wie genau die Vorgänge verknüpft werden sollten, muss man im Einzelnen betrachten. Es hängt auch davon ab, wie bereits mit Jira gearbeitet wird.

Ziele lassen sich in einer Listenübersicht darstellen oder als Roadmap anzeigen.

FORTSCHRITT & FLEXIBILITÄT

Über Punch-ins kann man seine Ziele updaten. Der prozentuale Gesamtfortschritt wird immer im Überblick angezeigt. Ist ein Quartal oder ein Enddatum erreicht, werden Ziele als zur Bewertung bereit angezeigt. Dafür bekommt Upraise einen großen Pluspunkt. Die Bewertung und die Review der Ziele am Quartalsende sind besonders wichtig für die zukünftigen Zielerstellungen.

Ziele, die in diesem Zyklus nicht zu Ende gebracht werden können, aber dennoch von Bedeutung sind, können im nächsten Quartal fortgeführt werden. Für jeden Zyklus gibt es ein Fortschrittsdiagramm, einen Zielzyklusstatusbericht und einen Konformitätsbericht. Details zum aktuellen Gesamtfortschritt lassen sich über das Dashboard einsehen.

Weiterhin verfügt Upraise über eine Feedback-Funktion, sodass bspw. Aktivitäten von Teamkolleg:innen in Bezug auf spezielle Jira-Vorgänge bewertet werden können.

INTEGRATION

Slack
Microsoft Teams
Jira
Mobile Version/
Webbasiert/installiert☁️????

KOSTEN

Bis 10 Personen: 10$ pro Person im Monat, 11-100 Personen: 2,50$ pro Person im Monat.

FAZIT

Ideal für alle Jira-Nutzer:innen, da Ziele mit Vorgängen in Jira verknüpft werden können. Zudem sind alle Funktionen in einem Tool untergebracht. Die Bewertungsfunktion erhält ein großes Plus von uns. Außerdem ist Upraise ab dem/der 11. Mitarbeitenden preislich unschlagbar.

Natürlich lassen sich OKRs auch mit den einfachsten Anwendungen wie Excel, Miro, einer To-do-Liste oder Post-its organisieren. Ein passendes OKR-Tool vereinfacht die Arbeitsvorgänge aber enorm und kann unterstützen, erinnern und Zeit sparen. Durch die Integration verschiedener Prozesse und die Kommunikation mit den Teamkolleg:innen lassen sich OKRs mithilfe eines Tools an einem Ort fokussiert verfolgen, verstehen und verbessern.

WELCHES OKR-TOOL IST DAS BESTE?

Die Bewertungen beziehen sich ausschließlich auf die von uns untersuchten Kriterien im Hinblick auf die Nutzung von OKRs. Den verschiedenen Kriterien wurden unterschiedliche Gewichtungen verliehen. Unsere Bewertungsskala hat das Spektrum 0-10 Punkte, wobei 10 den besten und 0 den schlechtesten Wert repräsentiert.

MOONCAMP PERDOO PROFIT LEAPSOME ASANA UPRAISE
Optik – ansprechender und übersichtlicher Aufbau (10%) 7/10 8/10 6/10 7/10 8/10 6/10
Usability – benutzerfreundliche und einfache Handhabung (10%) 7/10 8/10 5/10 7/10 7/10 7/10
OKRS – unterstützende Funktionen zur korrekten Aktivierung und Anwendung von OKRs (40%) 7/10 8/10 5/10 7/10 5/10 7/10
Flexibilität & Fortschritt – Möglichkeiten der Reflexion und Anpassbarkeit (20%) 8/10 7/10 8/10 7/10 6/10 8/10
Integrationen mit gängigen Tools (10%) 6/10 7/10 8/10 6/10 9/10 7/10
Kosten – stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis? (10%) 8/10 6/10 7/10 8/10 5/10 8/10
Gesamt 72 75 62 70 61 72

UNSERE EMPFEHLUNG / WARUM UNS

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Du hast noch Fragen zu OKRs, der richtigen Umsetzung oder bist dir nicht sicher, welches Tool wirklich das Richtige für eure Bedürfnisse ist? Wir helfen gerne weiter! Melde dich einfach unter info@prosma.de oder +49 6021 90 17 980.

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  1. […] hast davon gehört, dass immer mehr Unternehmen erfolgreich mit dem Management Framework OKR arbeiten. Warum also nicht gleich richtig […]

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