erster Tag bei prosma

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Mein erster Monat bei der prosma

Es hat etwas von Blind Booking. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich weiß, wohin es geht. Aber was wir in Bukarest genau tun, das weiß ich nicht. Die Flugtickets hat mir mein neuer Chef Michael bereits an meine neue Emailadresse geschickt. Den Laptop und das Handy habe ich vor ein paar Tagen per Post bekommen. Ich bin also bereit. Für den neuen Job und eine neue Herausforderung. Die am ersten Arbeitstag gleich mit einem Flug nach Rumänien beginnt.

Als ich im Flieger sitze, bin ich sehr gespannt, was mich erwartet. Wir treffen uns am Münchner Flughafen. Michael reist aus Frankfurt an, ich aus Hamburg. Er begrüßt mich am Gate H38 und gibt mir ein kurzes Update. Wir besuchen einen unserer größten Kunden, Metro Systems. Wir werden in einem 2 tägigen Workshop vor allem darüber sprechen, wie das Team künftig sein Backlog in Jira und Confluence besser organisieren und standardisieren kann.

Die erste Dienstreise

Nach fast acht Stunden Anreise kommen wir zur Mittagszeit in Rumänien an. Wir werden herzlich empfangen und nach ein paar Minuten Begrüßung geht es sofort zur Sache. In den folgenden zweieinhalb Tagen führen wir mit den Agile Coaches aus verschiedenen europäischen Standorten einen Jira/Confluence Workshop in Bukarest durch.

Blick aus dem Büro

Ausblick von unserem Büro in Bukarest

Ziel ist es, einen standardisierten Project-Default zu erarbeiten, den zukünftig alle neu startenden Teams zu Beginn des Projektes bekommen und dann ggf. anpassen. Wir diskutieren wir sehr viel, da viele ihren eigenen Weg über die Jahre entwickelt haben – was allerdings zu vielen Problemen führte. Es ist nicht die Art von Diskussionen, die man ohne Erfolgsaussichten führt, einfach, um zu diskutieren. Sondern die Art von Diskussionen, die zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen, das alle Parteien weiterführt. Abends nach Feierabend sehen wir uns zusammen mit den Kollegen die Stadt an, gehen gemeinsam essen und haben gute Gespräche in einer lustigen Runde.

Als wir am Mittwochabend im Taxi zum Flughafen sitzen, resümieren wir die vergangenen Tage. Und wir sind beide zufrieden. Zum einen, weil wir das Team näher zusammengebracht haben und einen gemeinsam verabschiedetes Standard-Setting für Jira/Confluence definieren konnten und zum anderen, weil ich so einen tollen Start in meinen neuen Job hatte.

Als ich nach Mitternacht wieder in Hamburg ankomme, falle ich müde ins Bett und träume von Issue Types, Backlog-Strukturen und Workflows. Gleich am nächsten Tag habe ich einen langen Call mit Michael, in dem wir die Erkenntnisse aus Rumänien noch einmal besprechen und aufarbeiten. Meine erste Woche bei der prosma geht zu Ende mit sehr viel Wissenszuwachs und Vorfreude auf das, was mich in der kommenden Zeit erwartet.

Die erste Schulungswoche

In der zweiten Woche geht es mit ähnlich viel Input weiter. Ich darf an einer ITIL Schulung teilnehmen, die Alex, mein zweiter Chef, in Kiel hält. Drei Tage lang gibt er uns eine Einführung in wichtige IT-Prozesse und die Lebenszyklen eines IT-Services. Zu verstehen, wie IT-Organisationen funktionieren, ist ein wichtiger Aspekt meiner Ausbildung bei der prosma, da ich beruflich keinen tiefen IT-Background habe. Am dritten Tag schreiben wir alle die Abschlussprüfung. Das Ergebnis gibt es sofort. Ein bisschen stolz bin ich tatsächlich und ich freue mich über mein erstes Zertifikat. ITIL Foundation – bestanden!

Zum Ausruhen oder Feiern ist allerdings keine Zeit. Noch am selben Abend geht es für mich nach München, da wartet die kommenden zwei Tage schon die nächste Schulung auf mich – agiles Projektmanagement mit Scrum. Nach zwei weiteren interessanten Tagen und jeder Menge fachlichem Input starte ich ins Wochenende.

Die erste Woche im Projekt

Meine dritte Woche bei der prosma verbringe ich beim Kunden. Michael und Alex nehmen mich mit in ihr Projekt. Hier bekomme ich den bisher besten Eindruck davon, was in Zukunft meine Aufgaben sein werden. Es macht mir jetzt schon unheimlich viel Spaß, zusammen mit den Kunden nach Lösungen zu suchen, konstruktive Kritik zu üben und umzusetzen und an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.

In der vierten Woche arbeite ich einige Dinge aus dem Homeoffice ab. Es fühlt sich fast schon komisch an, so viele Tage hintereinander im eigenen Bett zu schlafen und nicht im Hotel. Man gewöhnt sich schnell an das viele Reisen. Und lernt, sich auf neue Gegebenheiten einzustellen. Auch in Bezug auf häufig wechselnde Kundenanforderungen.

Der erste Monat vergeht wie im Flug. Ich bin voll von neuen Eindrücken, neuem Wissen und Neugierde auf das, was kommt. Ich freue mich sehr, dabei zu sein.

Über den Autor

Mara-Lina Langbehn
Scrum Master