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Product Owner für eine Startup-Immobilienplattform

06.09.2017 - Agiles Arbeiten | Digitale Transformation

Aufgabe/Herausforderung:

Unser Kunde hatte mit einem lokalen Dienstleister für Softwareentwicklung ein Projekt gestartet, mit dem Ziel eine neue Immobilienverwaltungsplattform als Weblösung auf den Markt zu bringen. Potentielle Kunden waren auf der Managementebene ebenfalls schon identifiziert und informativ im Sinne von “da kommt bald etwas” eingebunden. Viel mehr Information wollte der Kunde zu Projektbeginn aber nicht in seinen potentiellen neuen Kundenkreis streuen.

Die Entwickler des Dienstleisters arbeiteten bereits seit geraumer Zeit mit agilen Methoden (in erster Linie Scrum), aber der Kunde hatte noch keine Kenntnisse und auch keine Ressourcen um das Projekt intern zu stemmen.

Die Herausforderung bestand insbesondere darin, dass die Plattform die bestehenden Strukturen einer Immobilienverwaltung (Hausverwalter, Markler, etc.) sehr stark kanibalisieren würde und somit nicht nur mit Fürsprechern im Markt zu rechnen war. Der Kunde bat uns, einen erfahrenen Produkt Manager als Product Owner zu stellen, der ihn bis zum ersten Go-Live bringen sollte um danach einen Hand-over an den zukünftigen, internen Product Owner durchzuführen. Das Projekt selbst sollte dafür zur Einarbeitung dienen.

Vorgehen/Maßnahmen & Ergebnis:

Zu Beginn mussten wir unserem Kunden erst einmal klar machen, dass ein agiles Projekt nicht von heute auf morgen gestartet werden sollte, sondern auch beim Einsatz von agile Methoden gewisse Vorarbeiten notwendig sind. Als Erstes erstellten wir mit dem Kunden gemeinsam eine klare Produktvision, aus der wir dann konkrete Ziele und KPIs ableiteten konnten. Diese Kennzahlen dienten nicht nur als Erfolgsindikatoren für das Projekt selbst, sondern wurden auch gleichzeitig zu unseren Zielen, an denen wir uns als externer Product Owner nun im Projektverlauf ständig ausrichten konnten (z.B. Time to Market).

Nachdem viele wichtige Fragen geklärt waren, ging es an die Erstellung unseres Product Backlogs. Da der angedachte Funktionsumfang relativ umfassend und komplex war, führten wir mit dem Entwicklerteam eine Inception-Woche durch, die (auch im Nachheinein betrachtet) extrem sinnvoll war. Die Entwickler wurdne funktional in das gesamte Projekt eingeführt und konnten schon sehr frühzeitig wichtige Entscheidungen, aber auch potentielle Risiken, identifizieren, was uns letztendlich auch wieder bei der Planung des ersten MVP half.

Innerhalb von drei sehr zeitintensiven Wochen konnten wir somit alle Vorbereitungen abschließen und mit dem ersten Sprint starten. Jetzt kam uns die Vorbereitungsphase zu Gute, da wir die funktionalen Knackpunkte der Stakeholder kannten und darauf das erste MVP ausrichten konnten. Nach nur 4 Sprints war die erste Version bereits live und konnte von einer ausgewählten Usergruppe aktiv genutzt werden. Durch das darauf folgende stetige Feedback, welches wir nach jedem Sprint einholten, konnten wir sehr schnell Fahrt aufnehmen und nach jedem Sprint Review die Zielerreichung überprüfen.

Leider musste das Projekt nach 8 Sprints gestoppt werden, da ein plötzlicher Budgetstop alle Entwicklungsarbeiten des Kunden (auch in anderen Projekten) in den Status “eingefroren” setzte. Die bis dahin erzielten Ergebnisse waren herausragend und ein sehr schönes Beispiel für den Erfolg einer agilen Zusammenarbeit. Die Testkunden arbeiten seit dem weiter mit dem bisher erreichten Stand und hoffen, genauso wie wir, dass das Projekt wieder aufgenommen wird.

Kundeninfos

Kunde:Start-Up
Branche:Immobilien & IT
Projektdauer:3 Monate

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